Geotechnik in Lüneburg

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Ein Bauträger in der Salzstadt hat kürzlich auf einem Grundstück nahe der Ilmenau ohne vorherige bodenmechanische Untersuchung mit der Ausschachtung begonnen. Der anstehende Klei unter einer dünnen Sandschicht führte zu unerwarteten Setzungen, die den Rohbau um vier Monate verzögerten und die Kosten in die Höhe trieben. In Lüneburg mit seinen heterogenen quartären Ablagerungen, den Talsanden der Ilmenau und den Geschiebemergeln der Saale-Kaltzeit ist das Baugrundrisiko besonders hoch, weil Tragfähigkeitswechsel oft auf kurzer Distanz auftreten. Eine belastbare bodenmechanische Untersuchung liefert die Kennwerte, die der Tragwerksplaner für die Gründungsbemessung braucht, und schützt vor bösen Überraschungen im Baugrund. Unser Team führt die Sondierungen und Laborversuche nach DIN 4020 durch, sodass Sie mit einer standsicheren und wirtschaftlichen Gründung planen können.

Die bodenmechanische Untersuchung macht aus einem unbekannten Baugrund einen berechenbaren Lastabtrag – das ist die Grundlage jeder wirtschaftlichen Gründung.
Geotechnik in Lüneburg
Technisches Referenzbild — Lüneburg

Unser Ansatz

Im Feld setzen wir auf das schwere Rammsondiergerät DPH nach DIN EN ISO 22476-2, das mit einem 50-kg-Fallhammer die Schlagzahlen pro 10 cm Eindringung aufzeichnet. Das Gerät wird auf einem geländegängigen Raupenfahrzeug montiert, das selbst auf den engen Grundstücken der Lüneburger Altstadt und im weichen Auelehm der Ilmenauwiesen manövrieren kann. Die gewonnenen Bohrkerne kommen in unser bodenmechanisches Labor, wo wir sie klassifizieren und die Scherparameter im Rahmenschergerät bestimmen. Ergänzend setzen wir den CPT-Versuch ein, wenn ein durchgehendes Schichtprofil mit Spitzendruck und Mantelreibung gefordert ist, etwa bei Pfahlgründungen im Hafenbereich. Die Proben durchlaufen eine standardisierte Konditionierung bei 105 °C Ofentrocknung, bevor sie in den Siebturm oder das Pyknometer gehen.

Örtliche Baugrundfaktoren

Die DIN 4020 in Verbindung mit dem Eurocode 7 fordert für jedes Bauwerk ab Geotechnischer Kategorie GK 2 eine belastbare Baugrunderkundung – in Lüneburg ist das besonders relevant. Die pleistozänen Beckenschluffe, die in Teilen von Ochtmissen und Häcklingen anstehen, neigen bei Wasserzutritt zu Konsistenzverlust und können unter Fundamentlast kriechen, wenn die bodenmechanische Untersuchung die Fließgrenze nicht korrekt erfasst. Im Bereich der Lüneburger Kalkberge wiederum verkarstet der unterkretazische Kalkstein und bildet Hohlräume, die erst mit Drucksondierungen auffallen. Wird die Untersuchung unterlassen oder nur pauschal ausgeführt, drohen differenzielle Setzungen, die in der historischen Bausubstanz der Innenstadt zu Rissbildern führen. Unser geotechnischer Bericht weist für jede Schicht die charakteristischen Bodenkennwerte aus und macht den Baugrund transparent.

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Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
NormengrundlageDIN 4020, Eurocode 7 (DIN EN 1997-1:2009)
SondierverfahrenDPH (DIN EN ISO 22476-2), CPT (DIN EN ISO 22476-1)
ProbenentnahmeRammkernbohrung Ø 100–146 mm mit Liner
LaborversucheKornverteilung, Konsistenzgrenzen, Rahmenscherversuch, Ödometertest
ErgebnisumfangBodenschichtenprofil, Steifemoduln, Kohäsion, Reibungswinkel, Setzungsprognose
Typische Bearbeitungszeit5 Werktage nach Probenahme
Baugrundtyp LüneburgTalsand, Auelehm, Beckenschluff, Geschiebemergel, untere Kreide
BerichtGeotechnischer Bericht nach EC7, Kategorie GK 2

Weitere Fachleistungen

01

Baugrunderkundung mit Sondierung und Bohrung

Durchführung von Rammkernbohrungen und schweren Rammsondierungen (DPH) zur Erkundung des Schichtenaufbaus und der Lagerungsdichte in den quartären Sedimenten Lüneburgs.

02

Bodenmechanisches Laborprogramm

Bestimmung von Kornverteilung, Konsistenzgrenzen nach Atterberg, Scherfestigkeit (Rahmenscherversuch) und Steifemodul (Ödometerversuch) an gestörten und ungestörten Proben.

03

Geotechnischer Bericht mit Gründungsempfehlung

Zusammenstellung aller Kennwerte in einem Bericht nach EC7 mit Bemessungsvorschlag für die Gründung, Angabe von Bettungsmoduln und Setzungsberechnung.

Maßgebliche Normen

DIN 4020:2023 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN EN 1997-1:2009 (Eurocode 7) – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, DIN EN ISO 22476-2 – Rammsondierungen, DIN 18196 – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, DIN EN ISO 17892 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben

Häufige Fragen

Was kostet eine bodenmechanische Untersuchung in Lüneburg?

Der Preis bewegt sich je nach Bauwerksgröße und erforderlichem Laborumfang zwischen €2.880 und €5.280. Ein Einfamilienhaus auf typischem Talsand liegt im unteren Bereich, während ein Mehrfamilienhaus mit Pfahlgründung und Ödometerversuchen den oberen Bereich erreicht.

Welche Normen sind für die Baugrunderkundung in Deutschland maßgebend?

Die Baugrunderkundung richtet sich nach DIN 4020 in Verbindung mit dem Eurocode 7 (DIN EN 1997-1:2009). Die Laborversuche folgen der Normenreihe DIN EN ISO 17892.

Wie tief müssen die Sondierungen in Lüneburg reichen?

Die Erkundungstiefe hängt von der Gründungsart und der Bauwerkslast ab. Bei Einfamilienhäusern auf Streifenfundamenten reichen meist 4 bis 6 Meter, bei Pfahlgründungen im Hafenbereich oder in der Ilmenauniederung werden 12 bis 20 Meter erforderlich.

Untersuchen Sie auch den anstehenden Kalkstein der Lüneburger Kalkberge?

Ja, wir führen ergänzend Kernbohrungen im Festgestein durch und bestimmen die einaxiale Druckfestigkeit des Kalksteins. Zudem prüfen wir mit Drucksondierungen, ob Verkarstungserscheinungen oder Hohlräume vorliegen.

Wie lange dauert es vom Auftrag bis zum Bericht?

Die Feldarbeiten nehmen ein bis zwei Tage in Anspruch, das Laborprogramm läuft über drei bis vier Tage. Den geotechnischen Bericht erhalten Sie fünf Werktage nach Abschluss der Probenahme.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Lüneburg und Umgebung.

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