Der Klassiker in Lüneburg: Bauherr vertraut auf Erfahrungswerte vom Nachbargrundstück, Pfähle werden gesetzt, und ein halbes Jahr später zeigen sich Risse im Mauerwerk. Der Baugrund ist hier tückisch. Zwischen sandigen Geestrücken und den weichen Marschböden der Ilmenau-Niederung wechselt die Tragfähigkeit auf wenigen Metern. Genau deshalb reichen pauschale Annahmen nie. Wir bemessen Pfahlgründungen standortspezifisch – mit Drucksondierungen und Laboranalysen, nicht mit Tabellenwerten aus dem Büroregal. Wenn die Schichtgrenzen diffus bleiben, hilft ein gezielter CPT-Versuch, bevor man den Pfahltyp festlegt. In der Lüneburger Altstadt mit ihren oft unterkellerten Nachbargebäuden ist jede Bohrung planbar, aber nicht jeder Rammpfahl unkritisch.
Der Pfahl allein trägt nicht – entscheidend ist das Zusammenspiel mit dem umgebenden Boden. Das rechnen wir nach.
