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Atterberg-Grenzen nach DIN in Lüneburg: Konsistenz von bindigen Böden zuverlässig bestimmen

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Mit einer Höhenlage von nur 17 m über NHN und den weitläufigen Niederungen der Ilmenau prägen wassergesättigte Beckensedimente den Untergrund von Lüneburg. In den tonig-schluffigen Aueböden, die für die Altstadt und angrenzende Baugebiete typisch sind, entscheidet der Wassergehalt über die Tragfähigkeit. Das Baugrundlabor in Lüneburg bestimmt die Atterberg-Grenzen nach DIN EN ISO 17892-12, um die Plastizität und Konsistenz dieser bindigen Böden exakt zu klassifizieren. Die Kenntnis von Fließ- und Ausrollgrenze ist für jede Gründung in der Region essenziell, denn schon geringe Schwankungen der Bodenfeuchte verändern das Setzungsverhalten erheblich. Unsere Proben stammen direkt aus dem Lüneburger Stadtgebiet und dem Landkreis, sodass die Ergebnisse die lokale Geologie der Lüneburger Heide und des Urstromtals realistisch abbilden.

Die Plastizitätszahl nach Atterberg ist im Lüneburger Raum oft der entscheidende Parameter, um Setzungsdifferenzen zwischen Geest- und Marschböden vorherzusagen.

Unser Ansatz

Ein kürzlich begleitetes Bauvorhaben in der Nähe des Lüneburger Hafens zeigte die Tücken der örtlichen Kleiböden: Trotz oberflächlicher Tragfähigkeit verformte sich der Baugrund nach Starkregen plastisch, noch bevor die Bodenplatte eingebracht war. Erst die Kombination aus Korngrößenanalyse und Atterberg-Versuchen deckte auf, dass es sich um einen ausgeprägt plastischen Ton (TA) mit einer Plastizitätszahl über 20 % handelte. Solche Böden reagieren extrem empfindlich auf Wasserzutritt. Für die Baupraxis in Lüneburg bedeutet das: Die alleinige Bestimmung der Kornverteilung reicht nicht. Erst die Konsistenzgrenzen liefern die Information, ob der Boden bei wechselnder Sättigung schrumpft oder quillt. In Verbindung mit einem Plattendruckversuch lässt sich dann der Verformungsmodul auf der planierten Fläche sicher ermitteln, und mittels SPT-Bohrung wird die Lagerungsdichte in tieferen Schichten erfasst. Die Probenvorbereitung im Labor erfolgt nach DIN 18122-1, wobei speziell auf die Homogenisierung der oft stark humosen Lüneburger Auelehme geachtet wird.
Atterberg-Grenzen nach DIN in Lüneburg: Konsistenz von bindigen Böden zuverlässig bestimmen
Technisches Referenzbild — Lüneburg

Örtliche Baugrundfaktoren

Die DIN 4020 verlangt für jeden Gründungsvorschlag eine Beschreibung der Bodenkonsistenz, und in Lüneburg mit seinen ausgedehnten holozänen Weichschichten ist die Nichtbeachtung der Atterberg-Grenzen ein kalkulierbares Risiko. Ein Boden, der im trockenen Sommer 2022 als steif eingestuft wurde, kann nach einem nassen Winter in einen weichen bis breiigen Zustand übergehen – die zulässige Sohlspannung sinkt dann drastisch. Die im Lüneburger Kernstadtbereich verbreiteten organischen Tone neigen zudem zu Kriechverformungen, wenn die Konsistenzzahl IC unter 0,75 fällt. Unser Labor prüft daher nicht nur die Fließ- und Ausrollgrenze, sondern ermittelt auch die Schrumpfgrenze, um die Volumenänderung bei Austrocknung abzuschätzen. Gerade bei Gründungen auf den Niederterrassen-Schluffen östlich der Ilmenau ist dieser Parameter für die Rissfreiheit von Bodenplatten und Streifenfundamenten ausschlaggebend.

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Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN EN ISO 17892-12:2018
Bestimmte GrenzenFließgrenze (wL), Ausrollgrenze (wP), Plastizitätszahl (IP), Konsistenzzahl (IC)
Probenmengeca. 200 g naturfeuchter Boden (DIN 18122-1)
PrüfgerätFließgrenzengerät nach Casagrande (DIN 18122-2)
TrocknungsverfahrenOfentrocknung bei 105 °C bis Massenkonstanz
DokumentationDiagramm Schlagzahl über Wassergehalt, tabellarische Klassifikation nach DIN 18196
Typische BodengruppenTL, TM, TA, UL, UM, UA nach DIN 18196
AkkreditierungDAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025 für Atterberg-Versuche

Weitere Fachleistungen

01

Probenahme im Stadtgebiet

Entnahme gestörter und ungestörter Proben aus Schürfgruben, Bohrkernen oder Sondierschlitzen direkt auf Ihrer Baustelle in Lüneburg und Umgebung. Transport ins Labor innerhalb von 24 Stunden.

02

Klassifikation nach DIN 18196

Vollständige bodenmechanische Klassifikation inklusive Korngrößenverteilung, Atterberg-Grenzen und Glühverlust. Sie erhalten eine eindeutige Bodengruppe und ein Baugrundgutachten.

03

Konsistenzmonitoring

Wiederholte Bestimmung von wL und wP über mehrere Jahreszeiten, um die saisonale Variabilität der Lüneburger Aueböden zu dokumentieren und Bemessungswassergehalte festzulegen.

04

Beratung zu Gründungsvarianten

Ableitung von Kennwerten für Flachgründungen oder Pfahlbemessungen auf Basis der Plastizitäts- und Konsistenzzahlen. Erfahrung mit den spezifischen Tonen der Lüneburger Geest.

Maßgebliche Normen

DIN EN ISO 17892-12 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Teil 12: Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenze, DIN 18196 – Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, DIN 4020 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN EN ISO/IEC 17025 – Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien (DAkkS)

Häufige Fragen

Was kosten die Atterberg-Grenzen im Labor für eine Bodenprobe aus Lüneburg?

Die Bestimmung von Fließ- und Ausrollgrenze nach DIN EN ISO 17892-12 liegt im Bereich von 50 bis 90 Euro pro Probe, abhängig von der Probenanzahl und dem Aufwand für die Homogenisierung. Bei humosen oder stark organischen Böden, wie sie im Lüneburger Urstromtal vorkommen, kann eine zusätzliche Vorbehandlung erforderlich sein.

Warum sind die Atterberg-Grenzen in Lüneburg wichtiger als in sandigen Regionen Norddeutschlands?

Lüneburg liegt am Übergang von sandigen Geestböden zu bindigen Marsch- und Aueböden der Ilmenau. Während Sande kaum wasserempfindlich sind, ändern die hier verbreiteten Tone und Schluffe ihre Konsistenz bei Wassergehaltsänderungen dramatisch. Die Atterberg-Grenzen quantifizieren genau diese Empfindlichkeit und sind daher für jede Gründung in den tonigen Bereichen der Stadt unverzichtbar.

Welche Probenmenge brauche ich für eine Atterberg-Prüfung und wie muss sie verpackt sein?

Sie benötigen etwa 200 Gramm naturfeuchten Boden in einem luftdicht verschlossenen Behälter, damit der natürliche Wassergehalt erhalten bleibt. Für eine vollständige Klassifikation mit Korngrößenverteilung empfehlen wir rund 500 Gramm. Unser Labor in Lüneburg stellt auf Wunsch Probengefäße zur Verfügung und holt die Proben im Stadtgebiet auch direkt ab.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Lüneburg und Umgebung.

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